HSG Siebengebirge

Die Siebengebirgsdrachen warten auch unter dem neuen Trainer-Duo Degenhardt/Zächerl weiterhin auf den ersten Saisonerfolg in fremder Halle. Beim TUSEM Essen fehlte am Ende nicht viel, um etwas Zählbares mitzunehmen, doch stattdessen konnten die Gastgeber ihre Negativserie von vier aufeinanderfolgenden Niederlagen beenden (30:29).

Den Grün-Blauen gelang es, die ersten Akzente der Partie zu setzen. Andre Kirfel brachte die Gäste nach einer schönen Kreisläuferkooperation mit Edgar Schulz in Führung. Oliver Dziendziol traf kurz danach für seine Farben zur vorerst letzten Führung in der ersten Halbzeit (2:1; 2. Minute). Den Gastgebern aus Essen gelang es in der Folge, konsequent Tor um Tor davon zu ziehen. Dabei lag die Fehlerquelle im Siebengebirgsspiel diesmal nicht im überhasteten Angriff, wie noch Wochen zuvor, sondern in der fehlenden Ordnung der gebundenen Abwehrformation. Viel zu oft gelang es den Essenern, große Lücken im Deckungsbund der Grün-Blauen zu reißen. Den zwischenzeitlichen Sieben-Tore-Rückstand (15:8; 23. Minute) konnte man bis zur Halbzeit auf  sechs Tore verkürzen (18:12).

Nach dem Seitenwechsel gelang es dem TUSEM zunächst, seine sicher geglaubte Sechs-Tore-Führung zunächst zu verwalten (22:16; 37. Minute), ehe die Siebengebirgsdrachen drei Gänge zulegten. Aus einer nun gefestigten Abwehr heraus konnte man durch einige leichte Tore im Tempogegenstoßspiel das Spiel binnen zehn Minuten ausgleichen (24:24; 48. Minute). Bjarne Steinhaus brachte die Gäste per Siebenmeterstrafwurf kurz darauf sogar erstmals wieder in Führung.

Mit dem Spielausgang nun wieder vollkommen offen, erwachten die Gastgeber aus ihrer Schockstarre und erhöhten ihrerseits das Einsatzlevel. Tim Koenemann brachte Essen mit seinem siebten Siebenmetertreffer wieder mit drei Toren in Führung (29:26; 55.Minute) und zwang HSG-Trainer Lars Degenhardt, sein letztes Timeout zu nehmen. Unbeirrt der schwierigen Ausgangslage gab der Übungsleiter die Marschroute für die verbliebenen fünf Spielminuten vor. Die Auszeit zeigte volle Wirkung, als Timo Stöcker kurz vor Ende der Partie abermals zum Ausgleich traf (29:29; 58. Minute). Die Gastgeber bewiesen in dieser Phase eindrucksvoll, warum sie entgegen ihres derzeitigen Tabellenplatzes (9.) zu den Spitzenmannschaften dieser Liga gehören. Geduldig spielten sie ihren letzten Angriff aus und bedienten Kreisläufer Sayin Sezgin, der zum Sieg einnetzte (30:29). Den Schlusspunkt setzte TUSEM Torhüter Nils Conrad, welcher in letzter Sekunde eine große Ausgleichsmöglichkeit der Siebengebirgler parierte.

Die Mannschaft bedankt sich bei allen mitgereisten Fans für die tolle Unterstützung und freut sich in der kommenden Woche zuhause vor vollen Rängen die SG Ratingen zu empfangen.

HSG olé

Kader HSG: Löcher, Kremer (beide Tor); Dziendziol (6/1), Kreutz (2), Steinhaus (7/3), Nahry (3), Al-Zaid, Hayer, Stöcker (3), Lee, Marcinkovic (1), Schulz (4), Kirfel (3)