HSG Siebengebirge

Für die Drittvertretung der HSG ging es am Samstagabend zum aus der zweiwöchigen Quarantäne zurückgekehrten TV Bergneustadt. Was die Mannen von HSG-Trainer Dennis Weber nicht wussten: auch einige Spieler und Fans der Regionalliga-Herren der HSG machten sich auf den Weg ins Oberbergische und verwandelten die Halle auf den Bursten in einen Hexenkessel, wie man es sonst nur in ähnlicher Form von der eigenen „Sunshine Arena“ gewöhnt ist.

HSG2021 Herren 3 Bergneustadt 1

Mit Trommeln und lauten Fangesänge starteten die Grün Blauen in Partie. In den ersten Spielminuten taten sich beide Mannschaften schwer gegen kompakte starke Abwehrreihen. Und so dauerte es dreieinhalb Minuten, bis der TVB das erste Tor der Partie markierte. Die HSG schloss gleich wieder zum 1:1 auf und bis zur 19. Minute schenkten sich beide Mannschaften nichts (6:6). Nach einer Auszeit der Gastgeber holte man sich seitens der Grün-Blauen zwei Zeitstrafen ab und vergab selbst einen Strafwurf. Dadurch lief die HSG einem Drei-Tore-Rückstand hinterher, den der BTV bis zum Halbzeitpfiff halten konnte (12:9).

HSG2021 Herren 3 Bergneustadt 2

In der zweiten Hälfte verschliefen die Grün-Blauen regelrecht den Wiederanpfiff. Zu früh wurde abgeschlossen und auch beste Wurfchancen verfehlten das Ziel. Infolge dessen konnten sich die Bergneustädter weiter absetzen und in der 43. Minute stand eine Sieben-Tore-Führung des TVB auf der Anzeigetafel (17:10). Dennis Weber nahm eine Auszeit und stellte die HSG auf eine 5:1 Abwehr um. Durch diese Umstellung konnte man die Gastgeber etwas verunsichern und über Ballgewinne und Tempogegenstöße begann die Aufholjagd: Fünf Tore in Folge erspielten sich die HSG und somit stand es in der 52. Spielminute nur noch 17:15. Nun brodelte es in der Halle und die lautstarke Unterstützung von der Tribüne machte die letzten acht Minuten noch einmal zu einem spannenden Schlagabtausch. In der 54. Minute verwandelte Tim Peter Nüsse einen Siebenmeter-Strafwurf, wodurch die Siebengebirgler auf ein Tor herankamen (18:17). Der BTV geriet jedoch nicht ins Wanken und baute die Führung wieder auf zwei Tore zum 19:17 aus. In der 56. Minute vergab die HSG einen weiteren Strafwurf und wurde zudem noch mit einem Gegentor bestraft. Beim 20:17 für die Hausherren gelang es den Grün-Blauen noch einmal, einzunetzen, aber die Zeit reichte nicht mehr für eine weitere Aufholjagd. So stand es am Ende 20:18 für den TV Bergneustadt.

HSG-Trainer Dennis Weber war nach dem Spiel trotzdem zufrieden mit seiner Mannschaft: „Wir haben gegen eine spielstarke Mannschaft aus Bergneustadt verloren. Zwei Abwehrbollwerke trafen aufeinander, aber bei 18 Treffern und 18 Fehlwürfen kann man ein Auswärtsspiel nicht gewinnen. Trotz allem ein großes Kompliment an die Mannschaft, die sich nicht aufgegeben hat und alles mobilisiert hat, um das Spiel nochmal zu drehen. Das zeigt mir, dass sie immer zu einhundert Prozent gewillt ist, an ihre Grenzen zu gehen.“

Die ganze Mannschaft bedankt sich ganz herzlich für die lautstarke Unterstützung bei den Spielern der Regionalliga-Herren und den weiteren mitgereisten Fans. 60 Minuten lang wurde getrommelt, gejubelt und motiviert. Manch einer hat noch nie in so einem Hexenkessel selbst auf dem Platz gestanden. Ein echter Gänsehautmoment für die junge Landesliga-Mannschaft der Siebengebirgler.

Die HSG spielte und traf: Brenner, Steimel (beide Tor); Boland 1, Grunwald 4/1, Steinhauer 2, Mertens 1, Brüssler 3, Schuster 1, Bohrenfeld, N. Meurer 4, M. Meurer, Wirtz, Nüsse 2/1, Andric